Starke Arbeitsmarktdaten lösen S&P 500-Rückgang durch Fed-Zinsängste aus

Am Freitag kam der US-Arbeitsmarktbericht stark herein. Die Wirtschaft schuf im Mai 172.000 Arbeitsplätze — fast doppelt so viel wie erwartet. Normalerweise sind das gute Nachrichten. Doch die Aktien fielen direkt nach der Veröffentlichung. Das ist es, was Trader mit „gute Nachrichten sind schlechte Nachrichten" meinen.
Der Grund ist die Fed. Die Inflation ist bereits hoch, und ein starker Arbeitsmarkt gibt der Fed einen Grund, die Zinssätze hoch zu halten — oder sie sogar zu erhöhen. Nach dem Bericht sprangen die Anleiherenditen auf mehrjährige Höchststände. Höhere Renditen schaden Aktien auf zwei Arten. Sie machen sichere Anleihen attraktiver als riskante Aktien und erhöhen die Kreditkosten für Unternehmen. Teure Tech-Titel spüren das am stärksten, und das sind die Aktien, die diese Rallye angeführt haben.
Nun richtet sich die Aufmerksamkeit auf das Fed-Treffen am 16.-17. Juni, das erste unter dem neuen Vorsitzenden Kevin Warsh. Auch US-Inflationsdaten werden diese Woche erwartet. Nach dem starken Freitagsbericht zeigt sich dieser Druck bereits — der Index rutscht von seinen Rekordhochs Anfang Juni ab.
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