Gold unter Doppeldruck: Iran-Frieden und Fed-Hawkishness treffen Safe-Haven-Nachfrage

Gold fiel heute auf rund $4.118 und liegt damit wieder nahe an den Tiefs, die Anfang des Monats markiert wurden. Ungewöhnlich ist, dass zwei Kräfte gleichzeitig nach unten drücken — und zusammen nehmen sie beide Gründe weg, weshalb Händler Gold normalerweise halten.
Der erste Faktor ist Frieden. Während sich der Iran-Krieg dem Ende zuneigt, schwindet die Angst, die Käufer in Gold treibt. Der zweite ist die Fed (Federal Reserve). Sie signalisierte mögliche Zinserhöhungen in diesem Jahr, und da Gold keine Zinsen zahlt, machen höhere Sätze es weniger attraktiv als Anleihen oder Bargeld.
So verlor Gold innerhalb einer Woche sowohl seine Safe-Haven-Unterstützung als auch seine Rolle als Inflationsschutz. Deshalb liegt es rund 25 % unter dem Januar-Hoch.
Das Bild ist aber nicht einseitig. Zentralbanken kaufen seit 18 Monaten ununterbrochen Gold — das stützt den Preis von unten. Am Donnerstag veröffentlichen die USA den PCE-Inflationsbericht (Personal Consumption Expenditures). Eine hohe Zahl würde weitere Zinserhöhungen stützen und Gold weiter belasten. Eine schwache könnte ihm endlich einen Grund für einen Bounce geben.
Wichtige Gold-Levels:
Im Blick: US-PCE-Inflationsbericht am Donnerstag, der Dollar und der Fortschritt beim Iran-Friedensdeal.
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